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Wissensdatenbank

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A

Abbindezeit

Die Abbindezeit ist ein Begriff aus der Klebstofftechnik und beschreibt die Zeit, die ein Produkt braucht um die endgültige Trocknung zu erreichen

Abschmieren/Abliegen

Abliegen bzw. Abschmieren bedeutet, dass noch frische Farbe von der Oberfläche des Bogens auf die Rückseite des darüberliegenden Bogens kommt und diesen dadurch verschmutzt.

Abstoßen

Abstoßen der Druckfarbe in Mehrfarbenmaschinen passiert meist durch die im ersten Werk auf die Papieroberfläche gelangte Feuchtigkeit als Folge unzureichender Absorption des Papiers gegenüber des im Offsetdruck verwendeten Feuchtmittels.

Additives Farbsystem (additive Farben)

Ein Farbsystem, welches auf den Lichtfarben Rot, Grün und Blau (RGB) basiert und bei Farbmonitoren und bei Farbfernsehern eingesetzt wird.

Affichenpapier

Das Affichenpapier ist ein älterer Ausdruck für Plakatpapier, welches oft auf Anschlagsäulen und-tafeln benutzt wird. Affichenpapier ist weißes, holzfreies, nassfestes Druckpapier mit blau gefärbter Rückseite. Plakatpapier muss bevor es angeklebt wird bedruckt und gefaltet werden und für eine bestimmte Zeit im Wasser lagerbar sein. Die Grammatur beträgt meist 115g/m²

Altarfalz

Bei dieser Art des Parallelfalzens werden die äußeren Seiten des Produktes nach innen gefalzt, wobei sie sich bei dieser Falzart nicht überlappen, sondern sich aneinander über die Innenseiten legen. Ein Produkt mit einem Altarfalz hat immer acht Seiten.

Andruck

Unter Andruck versteht man den ersten Probedruck in der Druckmaschine, zur Prüfung der Qualität. Der Andruck, der vom anwesenden Kunden freigegeben wird, der also die Imprimatur gibt, dient dem Drucker an der Maschine als Farbmuster für die Fortdrucke.

Anlage

wird nachgereicht!

ASCII (American Standard Code for Information Interchange

ASCII ist eine Kodierung für Zeichensätze in der EDV. Da jedes Zeichen mit 7-Bit kodiert wird, lassen sich im ASCII 127 Zeichen darstellen (Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern, und gängige Auszeichnungszeichen)

Auflage

Die Auflage ist die Menge der zu produzierenden Druckprodukte. (Bei einem Auftrag mit 1000 Flyern spricht man also von einer Auflage von 1000)

Auflösung

Die Bildauflösung beschreibt die Bildgröße eines Bildes in Pixeln (Bildpunkte) in der Höhe und in der Breite. Sie wird gemessen in dpi und berechnet sich durch Bildpunkte/Pixel pro inch (2,54cm). Für die Erstellung von Daten die für den Onlinedienst optimiert werden, sollte die Auflösung 72dpi haben. Für eine Druckdatei ist eine Auflösung von 300 dpi zu empfehlen, um einen qualitativ hochwertiges Druckbild zu erhalten.

Aufsichtsvorlage

Der Begriff der Aufsichtsvorlage ist der Druckvorstufe zuzuweisen. Aufsichten sind nicht durchsichtig, das Licht wird reflektiert und es entsteht ein Farbeindruck. Zu Aufsichtsvorlagen gehören zum Beispiel Fotos, Druckbogen, Malereien und Zeichnungen.

B

Backup

Daten-/ Archivsicherung von Daten und Programmen

Belegexemplar

Insofern Agenturen einen Auftrag erteilen und die Lieferadresse die des Endkunden ist, so werden Belegexemplare des gedruckten Produktes an den Arbeitgeber, also die Agentur geschickt, damit er Einsicht in die Ergebnisse der Produktion bekommt und auch für sich als Referenz benutzen kann.

Belichtung (Computer to plate)

Der Begriff Computer to plate (CTP) umfasst in der Druckindustrie die digitale Druckplattenerstellung. Die Druckdaten werden in die einzelnen Farbseperationen umgerechnet. Die Druckplatten werden so direkt vom PC bebildert, sodass dieses Verfahren sehr viel kostensparender ist als das Verfahren der Filmentwicklung (CTF).

Beschnitt

Der Beschnitt (auch Anschnitt) ist der verarbeitungstechnisch notwendige Papier- und Bildrand, der meist 3-5 mm umfasst, um somit späteres Papierblitzen zu vermeiden.

Bilderdruckpapier

Papiere lassen sich in verschiedene Klassen einteilen (siehe Papierklassen). Unter Bilderdruckpapieren versteht man gestrichene Papiere von 70 - 170g/m². Bilderdruckpapier kann matt, seidenmatt oder glänzend gestrichen sein und steht für eine hochwertige Qualität.

Blitzer

Ein Blitzer entsteht beim Schneiden und ist eine unschöne Erscheinung bei der Verarbeitung. Falls eine Vollfläche keinen Beschnitt hat, so kann bei der Weiterverarbeitung Papierweiß "durchblitzen".

Bogenoffset

Der Bogenoffset richtet sich nach dem zugeführten Papier, hier also ganze Papierbogen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Rollen- und Bogenoffsetdruck, wobei im Rollenoffset auf riesigen Papierbahnen gedruckt wird (auf "Rollen") . Bogenoffset ist besonders für kleine bis mittlere Auflagen geeignet.

Buntaufbau(UCR- Under Color Removal)

wird nachgereicht!

Butzen

In der Drucktechnik ein durch Schmutz auf der Druckplatte oder dem Gummituch verurasachter Fleck auf dem Druckbogen.

C

Cellophanierung

Eine Form der Weiterverarbeitung bzw. der Veredlung ist das Cellophanieren. Dabei wird eine hauchdünne Folie, die entweder matter oder glänzender sein kann, über das Druckprodukt gezogen. Das edle Aussehen und der gute Griff- und Scheuerschutz macht das Produkt langlebiger und wertet das gesamte Produkt zusätzlich auf.

Chinapapier

Chinapapier ist ein aus Reisstroh handgeschöpftes Papier und wird meist für Kupferstiche oder Radierungen verwendet. Es ist ein sehr weiches und saugfähiges Papier, welches eine sehr hohe Festigkeit aufweist.

CMYK Farbraum

CMYK heisst soviel wie Cyan, Magenta, Yellow und Key (-Schwarz, Bildtiefen). Diese sind Sekundärfarben im additiven Farbsystem und ergeben sich, wenn man die Lichtfarben Rot, Grün und Blau zusammenmischt. Da es Druckfarben nur in CMYK gibt, können ihre Druckprodukte also nur in diesen vier Farben gedruckt werden. Jede Druckmaschine hat ein Farblaufwerk für je eine Farbe des CMYK-Farbraums. Werden die Farben dann im Druckvorgang übereinander gedruckt entstehen farbige Bilder.

D

Densitometer

Ein Densitometer ist ein Gerät zur Messung der Farbschichtdicke.

Digitaldruck

Anders als im Offsetdruck werden im Digitaldruck keine statischen Druckformen verwendet. Vom Computer aus werden die Daten direkt auf die Digitaldruckmaschine gesendet. Der Digitaldruck ist in kleineren Auflagen kostengünstiger als ein Offsetdruck. Auch zur Herstellung von LFP (Large Format Printing = Druckprodukte im sehr großen Format) Produkten ist der Digitaldruck besonders gut geeignet. 

DIN

Das deutsche Institut für Normung ist wohl die bekannteste Normorganisation in Deutschland. Die Papiernorm ( DIN A, DIN B, DIN C, DIN D) wurde zur Strukturierung und Vereinheitlichung  entwickelt und teilt bestimmte Breiten und Höhen des Papieres den dazugehörigen Normen zu.  Grundsätze sind bei dieser Normung :

Bei jedem Halbieren der Seite bleibt dabei das Seitenverhältnis gleich 1 :  2

Die einzelnen Formate ergeben sich durch das fortlaufende halbieren des Ausgangsformates (DIN A0).

Neben der verbreiteten DIN A-Reihe, gibt es noch die Reihen für Aktendeckel oder Briefhüllen ( DIN B und -C). Hier gelten die gleichen Vorgehensweisen, allerdings ist das Ausgangsformat von Reihe zu Reihe immer unterschiedlich

Doppelparallel

Falzen bedeutet im grunde genommen das Falten mit einem Hilfsmittel. Das kann eine ganze Falzmaschine in einer Druckerei sein, das kann aber auch der Fingernagel sein, der über das Papier gleitet. Bei den Parallelfalzarten sind die Falzbrüche immer prallel zueinander. Doppelparallel heisst dann, es gibt zwei Falzbrüche, die sich jeweils parallel gegenüberstehen.

Drucklacke

Um ein Druckprodukt zu veredeln, können Drucklacke mit besonderem Glanz, Schutz und höherer Scheuerfestigkeit verwendet werden.Hierbei unterscheidet man zwischen Lacken auf einer Ölbasis und den Dispersionslacken. Die Dispersionslacke haben im heutigen Offsetdruck eine weite Verbreitung gefunden. Dabei werden sogenannte Dispersionsharze auf den Bedruckstoff gedruckt, welche sich nach dem Trocknen in eine harte, wasserunlösliche Schicht umwandeln. Für die Dispersionslacke benötigt man ein eigenes Lackwerk in der Maschine. Man bringt die herkömmlichen Drucklacke, die matt oder glänzend sein können, über die Farbwerke auf.

Drucknutzen

Die Anordnung der einzelnen Druckobjekte, also der einzelnen Seiten eines Produktes auf dem Druckbogen werden Drucknutzen genannt. Bei größeren Druckbogen, druckt man meist mit mehreren Nutzen.

Druckplatten

Metall- oder Polymerplatten werden zum Druck genutzt. Man unterscheidet zwischen vielen verschiedenen Platten mit unterschiedlichsten Qualitätsmerkmalen. Die Bildinformation der zu druckenden Produkte wird auf die Schicht der Druckplatte belichtet. Durch einen Laser wird die obere Schicht zerstört. Die obere Schicht ist wasserabweisend und nimmt die später die Druckfarbe an und die darunterliegende Schicht ist wasserfreundlich. Es geht also darum, dass die nicht druckenden Stellen freigelegt werden. So entsteht die Bildinformation auf der Druckplatte.

Duftlack

Ein Duftlack wird als letzte Schicht auf den Bedruckstoff aufgetragen. Diese Arten von Lacken enthalten mikroverkapselte Aromastoffe mit individuellen Düften. Bei Reibung platzen diese Aromakapseln auf und das Druckprodukt bekommt seine eigene Note. Wenn Sie zum Beispiel eine Weihnachtskarte veredeln wollen, können Sie diese zusätzlich mit einem herzlichen Adventduft versehen.

Dummy

Dummies sind sogenannte Atrappen und dienen zur Präsentation von mehrseitigen Produkten für ein entworfenes Produkt aber auch als Korrekturabzug.  

E

Echte Stellen

Echte Echte Stellen sind Volltonflächen ohne Rasterpunkte. Hier wird die ganze Fläche belichtet und "volle" Farbe gedruckt.

Einband

Der Bucheinband ist der Buchdeckel, sowie auch der Buchrücken eines gebundenen Buches. Einbinden bezeichnet auch die Herstellung des Buchbinders zum Fertigen eines Buches.

Einrichten

Das Einstellen der Druckmaschine für einen bestimmten Druckauftrag nennt man Einrichten.

Endformat

Das Endformat bezeichnet das beschnittene Format eines Druckproduktes

Euroskala

Die Europäische Farbskala (auch Europa-Skala) enthält Normen für den Offsetdruck in den vier Farben (siehe auch CMYK). Cyan, Magenta und Yellow können rein theoretisch alle Farben eines Bildes drucktechnisch darstellen. Zu Verbesserung der Tiefenwirkung in Bildern und um den Farbauftrag zu verringern, wurde die vierte Farbe Schwarz noch hinzugenommen. Die ISO 2846 ist hier empfehlenswerter Weise einzusetzen, wobei sich der Begriff ISO als Bezeichnung nicht durchgesetzt hat und Euroskala heute der gängigste Begriff ist.

F

Falzmarken

Falzmarken sind Linien auf dem Formproof, welche einen Hinweis auf den Ort der Falzung geben sollen.

Feinstpapiere

Feinstpapiere sind sehr hochwertige Papiere, worauf bei der Herstellung höchste Ansprüche bezüglich der gleichmäßigen Durchsicht, der Oberflächenbeschaffenheit und der Licht- und Alterungsbeständigkeit.

Flachdruck

Der Flachdruck ist das Druckverfahren, welches heutzutage die größte Bedeutung gefunden hat. Die aktuelle Form des Flachdrucks ist der Offsetdruck und bezieht sich auf auf die nicht Bildstellen und die Bildstellen, die sich auf der Druckform auf einer Ebene "flach" befinden. Das Prinzip des Druckes ist, dass die nicht druckenden Stellen auf der Platte wasserfreundlich sind und die fettreiche Druckfarbe abstoßen, wobei die druckenden Stellen oliophil sind (fettliebend) und so die Druckfarbe annehmen. Der Vorteil beim Flachdruck sind die verschiedensten Bedruckstoffe, die schnelle Herstellung und auch die kostengünstige Herstellung in hoher Auflagenzahl.

Flattermarke

Die Flattermarken sind Hilfszeichen beim Zusammentragen einer klebegebundenen Broschur. Da diese oft aus mehreren gefalzten Bogen bestehen, haben diese zwischen der ersten und letzten Seite eines Bogens eine kleine, schwarze rechteckige Marke mit einer Ziffer, die darauf hinweist, welcher Bogen an welche Stelle bei der Buchherstellung platziert wird. Die Flattermarke ist nicht auf allen Bogen an der gleichen Stelle platziert. Sie steht versetzt, sodass beim Übereinanderlegen der einzelnen Bogenteile eine Treppe entsteht. Dies schützt vor dem Vertauschen der einzelnen Bestandteile des Innenteilts.

Formproof

Das Formproof, auch bezeichnet als Layoutproof, ist ein nicht farbverbindlicher Auszug des montierten Druckbogens. Dieser dient zur Überprüfung auf Vollständigkeit und Stand der montierten Seiten eines Produktes.

Fortdruck

Der Fortdruck erfolgt nach dem Einrichten der Druckmaschine und beschreibt den Druck der gesamten Auflage.

Frequenzmoduliertes Raster (FM-Raster)

Anders als beim amplitudenmodulierten Raster sind die Größen der Punkte immer gleich, jedoch der Abstand variabel. Helle Stellen haben demnach sehr wenige Punkte, tiefe Stellen sind dagegen sehr dicht besiedelt. Die Anordnung der Punkte ist im stochastischen FM-Raster zufallsbedingt und führt dazu, dass man auch bei geringem Betrachtungsstandpunkt keine Punkte erkennen kann. Es können keine Moirés entstehen und die Detailauflösung ist deutlich höher. FM-Raster erlauben eine sehr realistische Darstellung und kommen fotografischen Halbtonbildern sehr nah.

G

GCR

GCR, also Grey Component Replacement (Grauanteilsersetzung) wird jede Teriärfarbe, die sich aus den gleichen Anteilen von Cyan, Magenta und Geld ergibt, durch schwarz ersetzt. GCR hat den Vorteil der besseren Graubalance im Fortdruck.

Gesamtfarbauftrag

Der Gesamtfarbauftrag beschreibt die im Offsetdruck aufgetragene Farbmenge auf das Druckprodukt. Dieser setzt sich aus den prozentualen Anteilen der vier Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz zusammen.

Geschäftsdrucksachen

Unter diesen Sammelbegriff fallen zum Beispiel Geschäftskarten, Briefbogen, Lieferscheinformulare, Rechnungen, Terminzettel, Couverts und Aufkleber. Geschäftsdrucksachen sind Image- und Werbeträger, sind daher meist nahe am Kunden und müssen trotzdem praktisch funktionieren.

Gestrichene Papiere

Gestrichenes Papier ist ein oberflächenbehandeltes Papier. Durch eine kreidehaltige Streichmasse erhält man eine matte oder eine glänzende Oberfläche, die besonders gut zu bedrucken ist. Ein Papier kann beidseitig oder auch nur einseitig gestrichen sein

Greiferrand

der Greiferrand, auch Greiferkante gennant, ist die Kante, an dem die Druckmaschine den Druckbogen in die Maschine einzieht. Dieser Teil des Druckbogens ist nicht druckbar, so sollte niemals ein Motiv in diesen Bereich fallen. Die Greifferkante ist meist 10 - 15 mm an der vorderen Bogenkante.

Gussgestrichene Papiere

Gussgestrichene Papiere gehören zu den Papieren mit der hächsten Qualitätsstufe, wobei diese allerdings eine wenig saugfähige Oberfläche besitzen. Nachdem die Papiere mit der Streichmasse versehen worden, werden diese noch nassen Oberflächen gegen einen beheizten Zylinder mit extrem glatter und glänzender Oberfläche gepresst. Der Glanz überträgt sich dann auf die Oberfläche des Papieres. Man verwendet diese Papier häufig für sehr hochwertige Produkte.

Gutenberg, Johannes

Johannes Gutenberg (eigentlicher Name Johhanes Gensfleisch) wurde um 1400 in Mainz geboren und starb im Jahre 1468. Seine Erfindung der beweglichen Lettern im Buchdruck leitete die Medienrevolution ein. Er fertigte für jeden Buchstaben einen erhabenen Letter aus Metall. Diese Letter wurden dann in einen Setzkasten eingespannt, sodass sie eine Seite des Buches ergaben. Die Druckprodukte konnten so schneller und präziser gedruckt werden. Das erste Druckprodukt, welches mit diesem Verfahren prouziert wurde, ist die Gutenbergbibel, welches bis heute als das schönste Erzeugnis der schwarzen Kunst gilt.

H

Hausfarbe

Eine Hausfarbe ist ein wesentlicher Bestandteil eines Corporate Designs und definiert die Farbe, die meist eine Sonderfarbe ist, die immer wiedergehrend auf allen Geschäftsdrucksachen zu finden ist. Die Hausfarbe ist für ein Unternehmen immer gleich und kann auch in CMYK für den Druckbereich, aber auch in RGB für den Non-Print-Bereich angelegt sein.

HKS

HKS ist ein genormtes Farbmischsystem, wozu auch Pantone gehört. Es lassen sich 84 Farbtöne aus neun Grundfarben, schwarz und weiß mischen. HKS Farben beziehen sich auf die verschiedenen Bedruckstoffe, so gibt es für Naturpapier die HKS N Farbpalette, für Zeitungspapier HKS Z und für Kunstpapier die HKS K Farben.

Hochdruck

Beim Hochdruck sind, anders als beim Flachdruck, die nicht Bildstellen vertieft und die zu druckenden Stellen erhaben sind. Dadurch kommt die Druckfarbe nur mit den Bildstellen in Berührung. Ein alltägliches Beispiel für den Hochdruck sind die handelsüblichen Stempel.

Holzfreies/Holzhaltiges Papier

Holzfreies Papier besteht höchstens aus 5 % verholzten Fasern und wurde mit ungebleichtem oder auch gebleichtem Zellstoff hergestellt.

Holzhaltiges Papier dahingegen enthält mehr als 5% verholzte Fasern und auch Holzstoff (zerfasertes Holz). Die Anteile des Zellstoffes und des Holzstoffes variiert. Durch den hohen Anteil an Holz neigt dieses Papier zum Schnellen vergilben und wird daher nur bei kurzlebigen Druckprodukten verwendet.

Hybridraster

Das Hybridraster ist eine Mischung aus dem periodischen Raster (AM-Raster) und dem nicht periodischen Raster (FM-Raster). Der Vorteil ist die Möglichkeit feinere Raster zu drucken, wo man visuell kaum wahrnehmbare Punkte oder Rosetten sichten kann und es auch zu keiner Einschränkung des Tonwertumfangs kommt. Hybridraster haben, wie auch die AM-Raster, eine gleichmäßig angeordnete und gewinktelte Rasterpunkte.

I

ImposePDF

Das Wort "Impose" bedeutet auf Englisch Ausschießen. Somit ist ein ImposePDF eine PDF Datei die den komplett montierten Bogen mit sämltichen, für den Druck benötigten, Hilfszeichen versehen ist. Dies bietet auch dem Kunden die Möglichkeit den Stand seines Druckproduktes auf dem Druckbogen zu überprüfen.

Indizierte Farbe

Wenn man von Indizierten Farben spricht, bedeutet das, dass jedem Farbton in einem Bild ein Wert zugeordnet und in einer hinterlegten Tabelle in der Datei gespeichert wird. Dadurch wird die Dateigröße auf 8 Bit reduziert und ist wesentlich kleiner als RBG Bilder mit z.b. 24 Bit oder CMYK Bilder mit 32 Bit. Allerdings können mit indizierten Farben nur 256 Farben gespeichert werden.

ISO 12647-2

Die ISO (Internationale Organisation für Normung) begründete die Normung für den stardadisierten Offsetdruck.

J

JDF

Das Job Definition Format ist die Grundlage für einen herstellerunabhängigen Druckprozess. Es basiert auf der Formatierungssprache XML und beeinhaltet Informationen zur Abwicklung der Druckaufträge, sogenannte Job Tickets. Außerdem soll das JDF auch in Zukunft kalkulatorische Aspekte der Druckauftragsabwicklung übernehmen.

JPEG

Das JPEG (Joint Photographic Expert Group) ist ein beliebtes Bildformat, welches häufig in der digitalen Fotografie eingesetzt wird. Es bieten viele veschiedene Kompressionsverfahren, wobei diese auch teilweise verlustbehaftet sind (lossy). Die Datentiefe ist immer 24 Bit und Alphakanäle, sowie auch Tranzparenten können in JPEGs nicht mitgespeichert werden, sind also in ihrem Format ziemlich beschränkt.

K

Kalandrieren

Die Bezeichnung für das Glätten der Papiere zwischen Walzen bezeichnet man als Kalandrieren. Kalandrieren daher, weil die Maschine zur Glättung Kalander heisst, der aus beheizten Walzen besteht, wodurch das Papier geschleust wird und somit eine sehr glatte Oberfläche bekommt.

Kalibrierung

Kalibriert werden in der Druckvorstufe meist die Monitore, Scanner oder Belichter. Der Begriff bezeichnet die Anpassung einzelner Werte an genormte Sollwerte. Kalibiert wird mit einem Spektralfotometer.

Klebebindung

Das Klebebinden ist neben der Fadenheftung ein weiteres Bindeverfahren. Die zusammengetragenen Bogen werden im Bund abgefräst. Auf diesen Fräsrand, wo die einzelnen Papierfasern freigelegt werden, wird dann ein Klebstoff aufgetragen (Dispersionsklebstoff, Hotmelt Schmelzkleber, PUR-Klebstoff), der die Bogen verbindet und in die einzelnen Papierfasern eindringt. So werden die einzelnen gefalzten Druckbogen "zusammengeklebt". Nach dem Produktionsschritt wird der Vor- und Nachsatz angebracht und erst dann kommt der Buchumschlag.

L

Laminieren

Das Laminieren ist eine weitere Art der Druckveredelung in der Polypropylenfolien (hauchdünn, matt oder glänzend erhältlich) maschinell mit dem Druckprodukt fest verbunden werden. Dieses Verfahren garantiert einen optimalen Oberflächenschutz des Produktes.

Lasierend

Im Offsetdruck wird mit lasierender Druckfarbe gedruckt, das heisst durchscheinende, nicht deckende, Farbe.

Laufrichtung

Papier wird heutzutage maschinell hergestellt. Die Laufrichtung beschreibt dabei dir Richtung in der die Zellstofffasern bei der Papierherstellung angeordnet sind. Man unterscheidet hierbei Breitbahn (BB) und Schmalbahn (SB). Druckprodukte, zum Beispiel Bücher und Zeitschriften, lassen sich nach der Fertigung leichter biegen, wenn die Laufrichtung eines Papiers parallel zum Bund steht. Die Auswahl der Laufrichtung für den Druck ist von hoher Wichtigkeit, denn bei der Wahl der falschen Ausrichtung des Papiers können unschöne Mängel am Druckprodukt entstehen.

Leporellofalz

Eine Art der Weiterverarbeitung ist der Leporellofalz, der auch Zick-Zack-Falz genannt wird. Der Bogen wird zwei oder mehrere Male parallel in verschiedene Richtungen gefalzt, wobei sich dann eine Zick Zack ähnliche Form ergibt. Diese Art der Falzung wird sehr oft für Werbemittelflyer verwendet.

M

Mailing

Postsendungen in großen Mengen, meist personalisiert (frühere Bezeichnung ist der Serienbrief). Mailings können Einladungen, Werbemittel oder sogar Bestellhefte oder Kataloge sein.

Makulatur

Fehldrucke oder beschädigte Bogen, die nicht mehr zum Druck genutzt werden können.

Manuskript

Textvorlage vom Kunden

Metadaten

Metadaten bezeichnet Dateien, die Informationen zu anderen Dateien enthalten. Hier können Informationen wie Datenschatzrechte, Angabe zum Autor und Auflage oder Aufnahmedaten von Kameras enthalten.

Moiré

Ein Moiré ist ein Störmuster, welches auftritt, wenn sich beim Scannen die Rasterwinklung überschneidet.

N

Nachdruck

Ein Nachdruck ist der Druck eines zuvor gelaufenen, unveränderten Auftrags.

Nachsatz

Der Nachsatz ist ein sehr reißfestes, meist unbedrucktes Papier, welches am Buchdeckel und am Buchblock festgeklebt ist und somit den Buchumschlag innen mit dem Inhalt verbindet. Es dient einmal zur schönen Überleitung von Umschlag zum Innenteil und außerdem ist es für den technischen Zusammenhalt unbedingt nötig.

Nagelprobe

Die Nagelprobe ist ein Test zur Feststellung der Faserausrichtung eines Papiers. Die kurze und die lange Seite eines Papierbogens wird dabei zwischen zwei Fingernägel gezogen. Dabei wellt sich eine Seite mehr als die andere. Die Seite, die sich nicht sonderlich wellt, liegt parallel zur Laufrichtung eines Papiers.

Naturpapiere

Papiere mit einer sehr robusten und festen Oberfläche. Sie sind ungestrichen und können optional holzfrei oder holzhaltig sein.

Normfarbtafel

Die XYZ-Normfarbtafel, oder auch das CIE-Normvalenzsystem, zeigt den Raum aller wahrnembarer Farben. Der Mittelpunkt dieses Farbraumes bildet der Weißpunkt / Unbuntpunkt W (x=0,333; y=0,333), von dem ausgehend können alle Farbtöne P abgelesen werden. Die geräteabhängigen Farbräume RBG und CMYK befinden sich im CIE-Normvalenzssystem und stellen den Umfang der Farben dar, welche wir am Monitor darstellen können, im Vergleich zu den Farben die wir eigentlich wahrnehmen können.

O

OCR

Die OCR Software (optical Character Recognition) ist ein Texterkennungsprogramm. Der Text wird beim Scannen nicht in ein gesamtes Pixelbild umgewandelt, sondern in "echte" Schrift (ASCII oder RTF), die im nachhinein beliebig bearbeitet werden können.

Offsetdruck

Der Offsetdruck ist ein Verfahren des Flachdrucks (siehe auch Flachdruck).

Opazität

Die Opazität beschreibt die Lichtdurchlässigkeit oder die Lichtundurchlässigkeit von Papier. Wird ein Produkt auf beiden Seiten mit viel Farbauftrag bedruckt, so ist es wichtig, dass das Papier eine gute Opazität aufweisen muss, d. h. eine geringe Lichtdurchlässigkeit, damit es nicht zum Durchscheinen von Text oder Bild kommt.

Optische Aufheller

Um die Weiße eines Papieres noch zu verstärken, besitzen die meisten hochwertigen Papiere Pigmente zur optischen Aufhellung. Diese funtkionieren nur unter UV-Licht. Besonders bei kräftiger Sonnebbestrahlung wirkt das Papier "weißer". Diese Aufheller wandeln den Ultaviolettanteil des Lichts in sichtbares Licht um.

P

Papierklassen

Papiere sind durch die sogenannte ISO 12647 in folgende Klassen unterteilt worden

1. glänzend gestrichenes Papier,

2. matt gestrichenes Papier

3. glänzendes Rollenoffsetpapier,

4. ungestrichenes Papier

5. ungestrichenes, gelbliches Papier

Partielle Lackierung

Lackierungen können entweder flächendeckend über das gesamte Produkt gehen oder auch partiell, also nur an bestimmten Stellen auf dem Druckprodukt. So können einzelne Motive extra veredelt werden und schaffen einen besonderen Blickfang für die Zielgruppen.

Perforation

Die Persoration ist eine Stanzung im Papier, welche zum Abtrennen des Papieres dient (Überweisungsträger oder Bestellformulare in einer Zeitschrift). Eine Persoration kann auch in einer Falzmaschine vorgenommen werden. Hierbei ist das Messer dann mit einer unterbrochenen Schneidkante versehen.

PostScript

Hersteller- und systemunabhängige Seitenbeschreibungssprache eines Dokuments, welches enorme Wichtigkeit im Datenaustausch in der druckvorstufe darstellt. Im PostScript ist das Dokument beschrieben (Vektografiken, Pixelbilder, Anordnung von Texten usw.)und so lässt sich dieses Dokument auch nicht anzeigen.

Proof

Farb- oder Standverbindliche Prüfdrucke der zu druckenden Seiten. Formproofs dienen zur Überprüfung des Stands, wobei die Digitalproofs farbverbindlich sind. Farbverbindliche Proofs werden meist für Umschläge oder speziell für Bilder ausgegeben, damit der Kunde sich vor dem Auflagendruck vergewissern kann, dass die Farbe des digitalen Dokuments auch farblich nach seinen Vorstellungen auf das Papier gedruckt wird.

R

Raster Image Processor

Raster ist eine Bezeichnung für ein Punktmuster mit denen im Offsetdruck Halbtöne simuliert werden. Die Pixeldaten werden im Raster Image Processor (RIP) umgerechnet und aufgerastert in die einzelnen Farbseperationen Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz.

Rasterweite

Die Rasterweite beschreibt die Anzahl der Rasterzellen auf eine bestimmte Länge. Längeneinheiten dafür sind entweder lcm, Linien pro Zentimeter oder lpi, Linien pro Inch.

RGB

Rot, Grün und Blau sind Lichtfarben, also die Farben, die unser Auge verarbeiten kann und die Farben, die wir inder Umgebung wahrnehmen können. Der RGB-Farbraum ist einer der größten Farbräume und sind bei der Bilddarstellung am Monitor eingesetzt. Gedruckt wird allerdings in den Sekundärfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz (key), welche sich aus den drei Lichtfarben ergeben.

Ries

Ein Ries(arab. riza - Paket) beschreibt eine bestimmte Mengeneinheit für Formatpapiere. Wo man früher von 480 - 800 Bogen in einem Ries gesprochen hat, sind heute 1000 Bogen in einem Ries.

S

Schmuckfarbe/Sonderfarbe

Die Schmuckfarben nennt man spezielle, farbsatte und hochbunte Töne. Diese lassen sich nicht in den Standardgrundfarben des Offsetdruckes zusammensetzen. Der Umfang des Gammuts für Sonderfarben ist weitaus größer als der der darstellbaren Druckfarben. So können auch goldene und silberne Farben gedruckt werden. Für eine spezielle Hausfarbe lohnt sich das Drucken in einer Sonderfarbe erheblich, da die Kosten für Druckplatten, für die Druckfarbe und die Kosten für das Einrichten aller vier Farben wesentlich günstiger sind. Außerdem stellt man so sicher, dass alle Geschäftsdrucksachen in einer Farbe gedruckt werden (siehe das violett von der Telekom, diese haben sich ihren Farbton patentieren lassen).

Schöndruck

Das Bedrucken der Vorderseite nennt man auch Schöndruck. Der Widerdruck bezeichnet dann den Druckgang der Rückseite eines Produktes.

U

UV-Lackierung

Scheuer-, feuchtigkeits- und kratzbeständige Oberflächenveredelung mit einem sehr hohen Glanzgrad.

V

Versalien

Der lateinische Begriff für Großbuchstaben.

Vollfläche

Also Vollfläche wird eine Fläche beim Druck genannt, die deckend und nicht gerastert ist, um besonders satt auf den Bedruckstoff zu gelangen.

Vollton

Vollton ist eine Bezeichnung für den Druck mit einer Sonderfarbe.

W

Wasserloser Offsetdruck

Der wasserlose Offsetdruck ist wesentlich umweltfreundlicher, da kein Feuchtmittel benötigt wird. Die nicht Bildstellen bestehen hier aus Silikon und stoßen so von sich aus die Druckfarbe ab. Mit dem wasserlosen Druck lassen sich feinere Raster definieren und auch bessere Druckergebnisse erzielen.

Wasserzeichen

Ein Wasserzeichen ist ein Schatten im Papier. Die sogenannten echten Wasserzeichen entstehen durch eine Wasserzeichenwalze bei der Papierherstellung und entstehen durch Verdrängung oder Anreicherung von Papierfasern.Außerdem wird noch zwischen Molette-Wasserzeichen (Halbechte Wasserzeichen) oder auch unechten Wasserzeichen unterschieden, die dann durch Prägung oder Auftragen von farblosen Lacken entstehen.

Wegschlagen

Wegschlagen bedeutet dass Binde- und Lösungsmittel in die Papiere eindringen, Pigmente und Harzanteile allerdings an der Oberfläche bleiben und zu einer festen Farbschicht aushärten.

Weiterverarbeitung

Die Weiterverarbeitung ist ein Sammelbegriff für alle Vorgänge, die nach dem Druck zum Fertigen des Endproduktes laufen. Dazu gehören das Sammeln oder das Zusammentragen, das Heften,das Falzen und das Schneiden.

Wickelfalz

Der Bogen wird parallel ineinander (in die gleiche Richtung) gefalzt. So ergibt sich ein "eingewickelter" flyer, wobei die einzelnen Seiten ineinander gefalzt werden.

Widerdruck

Der Widerdruck bezeichnet den Druckgang der Rückseite eines Druckproduktes.

X

XML

XML (Extensible Markup Language) ist eine Dokumentenbeschreibungssprache, bzw. eine Symbolsprache zur Beschreibung von Strukturen in Dokumenten. XML ist ähnlich dem im Internet verwendeten HTML, wobei XML frei anwählbare Symbole verwendet und sich die XML-Dateien für viele verschiedene Anwendungen definieren lassen.

Z

Zick-Zack-Falz

Siehe auch Leporellofalz.